Ingwer Kapseln

Seit Jahrtausenden ist Ingwer bereits als Heilpflanze bekannt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist er nicht mehr wegzudenken. Genauso in Ayurveda. Auch in Europa erfreute sich die Wunderknolle eine Zeit lang großer Bekanntheit, verschwand jedoch mehr oder weniger zeitweise von der Bildfläche. Doch seit einigen Jahrzehnten werden die Pflanzenstoffe der Ingwerwurzel intensiv unter die Lupe genommen und erforscht.

Verarbeitung von Ingwer zu Kapseln

Mittlerweile wird Ingwer nicht nur in der Küche verwendet, sondern oft für medizinische Zwecke gebraucht, deswegen wird die Knolle häufig zu Kapseln verarbeitet. Dabei gibt es diverse Arten von Kapseln, abhängig vom Inhalt – Extrakt oder Pulver – sowie von den Präferenzen der Interessenten.

Kapseln

  1. Hartkapseln
    Hartkapseln werden häufig aus Gelatine hergestellt, die aus Eiweiß besteht und aus tierischem Bindegewebe (Rinder, Geflügel, Schwein, Fisch) gewonnen wird. Sie enthalten keine Weichmacher und können in einander gesteckt werden. Meist werden solche Kapseln für feste Stoffe verwendet, wie z.B. Pulver und Granulate.
  2. Weichkapseln
    Auch Weichkapseln werden am häufigsten aus Gelatine hergestellt. Sie haben zwar eine dickere Hülle als Hartkapseln, diese ist jedoch weich und flexibel. Um das zu erreichen, werden bei der Produktion Weichmacher hinzugegeben. Solche Kapseln werden oft für flüssige Stoffe gebraucht, z.B. Extrakte.
  3. Vegetarische Kapseln
    Besonders für Vegetarier und Veganer können Nahrungsergänzungsmittel, die oft in Form von Kapseln angeboten werden, wichtig sein. Normale Kapseln aus Gelatine kommen entsprechend nicht in Frage. Für Vegetarier und Veganer eignen sich Cellulose-Kapseln, die aus pflanzlichen Verdickungsmittel hergestellt werden. Die Zellwände von Pflanzen bestehen etwa zur Hälfte aus Cellulose. Solche Kapseln haben ähnliche Eigenschaften wie Hartkapseln: der Inhalt ist luftdicht verschlossen und damit auch vor Feuchtigkeit geschützt. Vorteil von diesen Kapseln: Sie lösen sich erst im Magen auf, sodass der Inhalt möglichst optimal vom Organismus aufgenommen werden kann.

Kapselinhalt

Wie bereits oben erwähnt, kann sich der Inhalt von Kapseln ebenfalls unterscheiden. Manche Hersteller nutzen Ingwerpulver für ihr Produkt. Andere stellen lieber ein Extrakt in flüssiger Form her.

  1. Pulver
    Ingwerpulver kann unterschiedlich hergestellt werden. Was die Verfahren jedoch gemeinsam haben, ist die Trocknung der Knolle. In China trocknet man sie beispielsweise oft in Öfen, in Afrika ganz simpel in der Sonne. Die Herstellungsmethode kann einiges zur Qualität des Ingwerpulvers beitragen. Natürlich spielt auch die Sorte und die Herkunft des Ingwers eine zentrale Rolle. Ein Augenmerk sollte man auf jeden Fall auf den Inhalt einer Kapsel legen. Wie viel Ingwerpulver ist tatsächlich in einer Kapsel vorhanden? Denn es kann passieren, dass die Hersteller diese mit Füllstoff auffüllen, sodass die tatsächliche Menge an Ingwerpulver deutlich geringer ausfällt, als es auf der Packung angegeben ist.
  2. Flüssiger Extrakt
    Es gibt Hersteller, die bei Kapseln auf einen flüssigen Extrakt setzen. Ein Vorteil von solchen Kapseln ist, dass der Inhalt besser vom Organismus verarbeitet wird und ein schnellerer Effekt eintritt. Wichtig ist auch hier auf einen Hersteller mit phytholitischem Ansatz zu setzen. Das bedeutet, dass der Inhalt der Kapsel kein Monoprodukt ist und nur auf einem Inhaltstoff basiert, sondern das komplette Spektrum der Ingwerknolle beinhält. Auf diese Weise kannst du nämlich am besten davon profitieren. Denn auch Wissenschaftler nehmen an, dass das Ganze einer Pflanze die gesundheitlich optimale Wirkung bringt und nicht nur ein isolierter Wirkstoff.

Warum sind Ingwer Kapseln praktisch?

Da Ingwer nicht nur als Gewürz verwendet werden kann, sondern auch gesundheitliches Potenzial in sich trägt, wird die Knolle unter anderem zu Kapseln verarbeitet. Oft fungiert sie dabei als Nahrungsergänzungsmittel, aber auch als hilfreiche Unterstützung bei Krankheiten. Dazu können Erkältung oder Übelkeit zählen. Denn Ingwer unterstützt und fördert die Verdauung. Besonders wenn man unterwegs ist, sind Kapseln um einiges praktischer mitzunehmen als frischer Ingwer.

Manchmal können Kapseln sogar eine bessere Wirkung erzielen, denn in ihnen ist oft eine höhere Konzentration an Wirkstoffen vorhanden. Um die gleiche Menge aus frischem Ingwer aufzunehmen, müsste man sehr viel davon essen, was häufig nicht möglich ist, denn manchen Menschen schmeckt der Ingwer nicht oder man kann ganz einfach nicht so große Mengen an rohem Ingwer essen. Und vor allem hat man nicht immer frischen Ingwer parat.

Was sagen Forscher zu Ingwer Kapseln?

Ingwer werden viele heilende Wirkungen nachgesagt. Dazu zählen nicht nur Verdauungsschwierigkeiten. Auch Schmerzen soll die Knolle lindern. So haben Wissenschaftler getestet, wie Ingwer bei Migränepatienten ohne Aura wirkt1. Während einer Studie hat eine Gruppe von Probanden Sumatriptan (50 mg) bekommen, während die andere Kapseln mit Ingwerpulver (250 mg) eingenommen hat. Bei beiden Gruppen konnte eine deutliche subjektive Linderung von Schmerzen festgestellt werden. Bei Sumatriptan litten die Patienten im Nachhinein an unerwünschten Begleiterscheinungen. Bei der Einnahme von Ingwerkapseln wurden nur bei manchen  Probanden Verdauungsstörungen festgestellt. Bisher sind jedoch keine weiteren Nebenwirkungen von Ingwer bekannt.

Zwar sagen die Forscher, dass Ingwer wie manche Medikamente wirken kann, jedoch solltest du nie ohne ärztliche Beratung ein Medikament gegen ein Ingwerpräparat ersetzen. Ingwerkapseln können sich jedoch gut dafür eigenen, andere Medikamente und ihre Wirkung zu unterstützen und auf eine natürliche Art und Weise zu helfen.

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