Hat Ingwer Nebenwirkungen?

Es stellt sich bei vielen Lesern immer wieder die Frage nach möglichen Nebenwirkungen von Ingwer. Groß ist die Sorge, es könnten irgendwelche Unverträglichkeiten auftreten. Verständlich, da viele der verschreibungspflichtigen Arzneimittel eine lange, fast endlose Auflistung aller denkbar möglichen Nebenwirkungen haben. Bei einer Natursubstanz wie dem Ingwer kann man die Sache mit den Nebenwirkungen ein wenig entspannter sehen, weil Ingwer eher regulierend statt eingreifend auf den menschlichen Körper wirkt. Man spricht bei vielen Medikamenten wie z.B. bei Schmerzmitteln nicht zuletzt auch von der „Chemiekeule“.

Auch Naturarzneien wie Ingwer können Nebenwirkungen haben

Selbstverständlich haben auch Naturarzneien und pflanzliche Medikamente immer das Potential, unerwünschte Nebenwirkungen oder Begleiterscheinungen zu verursachen. Auch beim Ingwer, der ungemein viele gesundheitliche Vorteile und positive Wirkungen im Organismus bei Mensch und Tier entfaltet, ist die Frage nach etwaigen Nebenwirkungen durchaus berechtigt.

Das Gute ist, Ingwer hat kaum nennenswerte Nebenwirkungen zu verzeichnen! Für sensible Personen ist die stoffwechselanregende und allgemein aktivierende Wirkung von Ingwer eventuell zu heftig. Auch von Natur aus „hitzige“ Menschen können mit zu viel Ingwer zusätzlich ihr Affektsystem überreizen. Möglicherweise kann Ingwer so bei Personen mit Stoffwechselbeschwerden wie z.B. einer starken Schilddrüsenüberfunktion zu viel des Guten sein.

Hier sollte also immer selbst beobachtet werden, ob und wie viel Ingwer die Person verträgt. Andererseits ist es bei Ingwer auch so, dass man gar nicht zu viel zu sich nehmen kann, wenn man ein einigermaßen normales Körpergefühl und eine gewisse Sensibilität besitzt. Der Körper signalisiert durch die natürliche Schärfe des Ingwers von sich aus, wann er genug hat. Empfindliche Personen bekommen bei der Einnahme von Ingwer manchmal auch Durchfall.

Vereinzelt tritt auch Sodbrennen als Nebenwirkung auf oder es kommt zu Hautjucken. Tritt dieses Problem nur gelegentlich auf, gibt es ein paar einfache aber wirkungsvolle Hausmittel gegen Sodbrennen.

Eine unmittelbare, eventuell unerwünschte Begleiterscheinung einer Ingwer-Einnahme ist seine besondere Schärfe, die zwar nicht mit der Schärfe von z.B. Chilli vergleichbar ist, aber dennoch für sensible Personen unangenehm sein kann.

Zudem sollte noch erwähnt werden, dass Ingwer schon in kleinen Mengen seine Wirkung entfaltet. Unerwünschte Nebenwirkungen können selbstverständlich bei missbräuchlichem Einsatz und falscher Dosierung auftreten. Wie schon Paracelsus sagte, macht die Dosis das Gift und deshalb empfiehlt es sich auch den Ingwer nicht zu überdosieren. Eine grobe, nicht verbindliche Empfehlungsmenge sind maximal 50 Gramm frischer Ingwer oder maximal 5 Gramm (1 TL) Ingwerpulver pro Tag nicht zu überschreiten.

Wechselwirkungen des Ingwers

Vorsichtig mit einer Ingwer-Anwendung sollten Menschen sein, auf die folgendes zutrifft:

  • Menschen mit Gallensteinleiden (Rücksprache mit Arzt)
  • Schwangere (für manche ist hier Ingwer eine Hilfe)
  • Kinder unter 6 Jahren (Kinder unter 3 Jahren auf keinen Fall – die Gefahr von Unverträglichkeiten ist hier zu groß!)
  • Nicht vor geplanter OP und bei hohem Fieber
  • Pitta-Menschen (Ayurveda-Konstitution) sollten vorsichtig sein; Menschen mit Yin-Mangel (Einstufung laut TCM-Traditionelle Chinesische Medizin) ebenso

Manche Ärzte raten von Ingwer bei Bluthochdruck ab. Interessant ist jedoch, dass Ingwer den Blutdruck kurz ansteigen lässt aber ihn gleichzeitig auch senken kann: Japanische Forscher haben in einer Untersuchung dem Ingwer eine leicht blutdrucksenkende Eigenschaft zugesprochen, die mehrere Stunden anhalten kann. Möglicherweise liegt das an seiner gefäßerweiternden Wirkung. In der Schwangerschaft wirkt Ingwer möglicherweise wehen fördernd, weshalb hier vor einer Einnahme der zu behandelnde Arzt zu befragen ist.

Auch sollte eine ärztliche Beratung oder die Auskunft eines Heilpraktikers vor einer kurmäßigen bzw. längerfristigen Anwendung erfolgen! Wer offen für chinesische Medizin (TCM) oder Ayurveda ist, wende sich hier an einen Spezialisten.

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